Erfolgreicher Themenabend der MIT-Mittelstandsvereinigung Darmstadt-Dieburg
Die MIT-Mittelstandsvereinigung Darmstadt-Dieburg traf sich ende November zu einer Veranstaltung im Gästehaus Jakob in Groß-Umstadt. Im Mittelpunkt des Abends stand ein fesselnder Vortrag von Wiebke Marschner, Eigentümerin des Instituts für Verhandlungsführung & Management GmbH und ausgewiesene Expertin für professionelle Verhandlungsführung.
Impulse aus der Verhandlungsstrategie von Donald Trump
Frau Marschner begleitet Unternehmen seit vielen Jahren bei der Vorbereitung und Durchführung anspruchsvoller Verhandlungen. In ihrem Vortrag zeigte sie auf, wie unkonventionelle Verhandlungsstile, am Beispiel von Donald Trump, Denkanstöße für das tägliche geschäftliche Miteinander liefern können. Zwar sei dessen provokante Herangehensweise im politischen und unternehmerischen Kontext für unser Moralverständnis ungewöhnlich und keineswegs ein universelles Vorbild, dennoch ließen sich bestimmte Elemente analysieren und für die eigene Verhandlungsstrategie nutzen.
Bewusster verhandeln: Zehn Einflussfaktoren für erfolgreiche Gespräche
Ein zentrales Anliegen des Vortrags war das Bewusstsein dafür, wie häufig wir tatsächlich verhandeln: fünf bis zehn Mal pro Tag, oft ohne es zu merken. Umso wichtiger sei es, diese Situationen gezielt zu gestalten. Frau Marschner stellte in diesem Zusammenhang zehn zentrale Einflussfaktoren vor, die den Verlauf und den Ausgang einer Verhandlung maßgeblich prägen können. Dazu zählen unter anderem die eigene rhetorische Wirkung und das persönliche Auftreten, die Rolle und der Entscheidungsspielraum innerhalb des Unternehmens, die Substanz und Überzeugungskraft des eigenen Angebots sowie das Verhältnis der gegenseitigen Abhängigkeiten. Ebenso entscheidend sei die Qualität der Vorbereitung, also die Frage, wie gut man sich mit den Inhalten, Zielen und möglichen Alternativen der Verhandlung auseinandergesetzt hat. Gemeinsam machten diese Punkte deutlich, wie viel strategisches Potenzial in alltäglichen Verhandlungssituationen liegt.
Austausch über aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen
Nach dem sehr interessanten Beitrag von Wiebke Marschner nutzten die Mitglieder und Gäste der MIT Darmstadt-Dieburg die Gelegenheit, sich über aktuelle wirtschaftspolitische Themen auszutauschen. An erster Stelle stand dabei das weiterhin drängende Thema der Entbürokratisierung. Es entstand die Idee, die bürokratischen Förderprogramme spürbar zu reduzieren und stattdessen die Abgaben für Unternehmen deutlich zu senken, sodass diese wieder stärker aus eigener Kraft investieren können.
In diesem Zusammenhang wurde auch betont, dass häufig übersehen werde, wie viele Ziele des Staates bereits heute indirekt von der Wirtschaft mitgetragen werden. Als Beispiel wurde die Schwarz-Gruppe genannt, die mit erheblichen Investitionen in Künstliche Intelligenz und Cloud Computing dazu beiträgt, Deutschland und Europa unabhängiger von amerikanischen Dienstleistern zu machen – ein Engagement mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung.
Ein lehrreicher Abend mit viel Austausch
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich sehr interessiert und nutzten die Gelegenheit zu angeregten Gesprächen im Anschluss an den Vortrag. Insgesamt war es ein äußerst erkenntnisreicher Abend, der viele praktische Impulse für die tägliche Arbeit im Mittelstand lieferte.